Das beste Kaminholz: Analyse von Heizwert, Brenndauer und Effizienz
Wer das beste Kaminholz sucht, sollte nicht nur nach Holzart oder Preis entscheiden. Entscheidend sind Heizwert, Restfeuchte, Brenndauer, Dichte und der tatsächliche Preis pro Kilowattstunde. Buche gilt für die meisten Kaminöfen als bester Allrounder, weil sie viel Energie pro Raummeter liefert, gleichmäßig brennt und ein stabiles Glutbett bildet. Eiche brennt besonders lange, braucht aber eine saubere Luftzufuhr und sehr gute Trocknung. Birke eignet sich gut für offene Kamine, weil sie wenig Funkenflug zeigt und ein schönes Flammenbild erzeugt. Fichte und Kiefer sind günstiger, brennen aber schneller ab und eignen sich eher zum Anheizen oder für kurze Wärmephasen.
Das Wichtigste in Kürze
- Buche ist für die meisten Kaminöfen das beste Kaminholz, weil Heizwert, Brenndauer, Glutbildung und Bedienkomfort sehr ausgewogen sind.
- Eiche ist der Dauerbrenner unter den Brennhölzern, sollte aber sehr trocken sein und braucht eine gute Luftzufuhr.
- Birke eignet sich besonders für offene Kamine, da sie wenig Funkenflug erzeugt und ein ruhiges Flammenbild bietet.
- Fichte und Kiefer liefern schnelle Wärme, brennen aber kürzer und können wegen Harzanteilen stärker funken.
- Die Restfeuchte ist wichtiger als die Holzart, denn feuchtes Holz verliert Heizleistung und belastet Ofen, Schornstein und Luftqualität.
Welches Kaminholz ist das beste?
Das beste Kaminholz für die meisten Kaminöfen ist Buche. Buchenholz erreicht etwa 2.100 kWh pro Raummeter, brennt gleichmäßig, bildet eine langanhaltende Glut und verursacht wenig Funkenflug. Eiche eignet sich besser für lange Brenndauer, Birke für offene Kamine und Fichte eher zum Anzünden. Entscheidend ist immer eine Restfeuchte von unter 20 Prozent, idealerweise unter 18 Prozent.
Das beste Kaminholz: Die wichtigsten Ergebnisse in einer Tabelle
Die folgende Tabelle bewertet Kaminholz nicht nach subjektiver Beliebtheit, sondern nach praktischen Kennzahlen. Der Heizwert pro Raummeter ist dabei besonders wichtig, weil Kaminholz meist volumenbezogen gekauft wird. Ein Holz mit gutem Heizwert pro Kilogramm kann im Alltag trotzdem weniger effizient sein, wenn es pro Raummeter deutlich weniger Masse enthält.
| Holzart | Heizwert ca. kWh/rm | Darrdichte ca. kg/dm³ | Brenndauer | Funkenflug | Preisniveau | Beste Anwendung |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Buche | 2.000–2.100 | 0,68–0,72 | sehr hoch | gering | mittel bis hoch | Kaminofen, Grundofen, Allround |
| Eiche | 2.000–2.100 | 0,65–0,69 | sehr hoch | gering | mittel bis hoch | Dauerbrand, Gluthalten |
| Esche | 1.900–2.100 | 0,65–0,69 | hoch | gering | hoch | Kaminofen, saubere Verbrennung |
| Birke | 1.700–1.900 | 0,61–0,65 | mittel bis hoch | gering | mittel | offener Kamin, schönes Flammenbild |
| Kiefer | 1.500–1.700 | 0,49–0,52 | mittel | mittel bis hoch | niedrig bis mittel | schnelles Aufheizen, Anzündholz |
| Fichte | 1.300–1.600 | 0,43–0,47 | niedrig bis mittel | hoch | niedrig | Anzünden, kurze Wärmephasen |
Aus der Tabelle ergibt sich eine klare Entscheidungslogik. Wer ein sicheres Allround-Holz sucht, wählt Buche. Wer möglichst lange Glut möchte, greift zu Eiche. Wer im offenen Kamin ein ruhiges Feuer mit wenig Funkenflug bevorzugt, ist mit Birke gut beraten. Wer günstig heizen oder schnell Wärme erzeugen will, kann Fichte oder Kiefer einsetzen, sollte diese Holzarten aber nicht mit den Eigenschaften dichter Harthölzer verwechseln.
Analyse der Kennzahlen: Was „bestes Kaminholz“ technisch bedeutet
„Bestes Kaminholz“ ist kein reines Geschmacksurteil. Technisch betrachtet geht es um die Energiemenge, die pro gelagerter und bezahlter Einheit entsteht. Dazu kommen die Brenndauer, das Glutverhalten, der Feuchtegehalt, die Rußbildung und der Aufwand beim Nachlegen. Ein Holz kann also angenehm brennen, aber wirtschaftlich schwächer sein. Umgekehrt kann ein sehr dichtes Holz lange brennen, aber bei falscher Bedienung oder zu hoher Feuchte Probleme verursachen.
Deshalb sollte Kaminholz immer nach mehreren Kriterien bewertet werden. Entscheidend ist nicht nur, wie heiß ein Holz brennt, sondern wie kontrolliert, sauber und lange die Wärme freigesetzt wird. Für den Kauf ist außerdem wichtig, ob der Preis pro Raummeter, Schüttraummeter oder Festmeter angegeben wird. Nur wenn Einheit, Holzart und Feuchte vergleichbar sind, lässt sich eine echte Kaufentscheidung treffen.
Heizwert in kWh/rm: Warum diese Einheit wichtiger ist als kWh/kg
Der Heizwert beschreibt, wie viel nutzbare Energie beim Verbrennen entsteht. Bei Kaminholz wird häufig der Heizwert pro Kilogramm genannt. Das klingt präzise, ist für Käufer aber oft weniger hilfreich. Kaminholz wird in der Praxis meist als Raummeter oder Schüttraummeter gekauft. Deshalb ist der Heizwert pro Raummeter für die Wirtschaftlichkeit entscheidender. Dichte Hölzer wie Buche oder Eiche enthalten pro Raummeter mehr Holzmasse als Fichte oder Kiefer.
Dadurch liefern sie pro gelagertem Volumen mehr Energie. Ein Kilogramm Fichte kann zwar einen ordentlichen Heizwert haben, aber ein Raummeter Fichte enthält deutlich weniger Masse als ein Raummeter Buche. Wer Lagerplatz, Lieferkosten und Nachlegehäufigkeit berücksichtigt, erkennt deshalb schnell den Vorteil dichter Harthölzer. Besonders bei kleinen Holzlagern oder regelmäßigem Heizen ist kWh/rm die praxisnähere Kennzahl. Für eine faire Kostenanalyse sollte immer der Preis pro kWh berechnet werden, nicht nur der Preis pro Raummeter.
Darrdichte: Warum dichtes Holz länger brennt
Die Darrdichte beschreibt die Rohdichte von vollständig trockenem Holz. Je höher die Darrdichte, desto mehr Holzsubstanz befindet sich in einem bestimmten Volumen. Buche, Eiche und Esche gehören deshalb zu den klassischen Harthölzern für Kaminöfen. Sie brennen langsamer, bilden mehr Glut und müssen seltener nachgelegt werden. Fichte und Kiefer besitzen eine geringere Dichte. Sie entzünden sich schneller, geben ihre Energie aber auch schneller ab.
Das ist beim Anheizen hilfreich, aber für lange Heizphasen weniger effizient. Ein dichter Scheit brennt nicht automatisch besser, wenn er zu feucht ist oder der Ofen falsch eingestellt wird. Trotzdem ist die Darrdichte ein wichtiger Hinweis auf die spätere Brenndauer. Besonders bei Dauerbetrieb, Kachelöfen und Kaminöfen mit guter Luftregelung sind dichte Holzarten im Vorteil. Sie sorgen für gleichmäßigere Wärme und ein stabileres Glutbett.
Restfeuchte: Warum Wasser im Holz Heizleistung kostet
Die Restfeuchte entscheidet darüber, wie sauber und effizient Kaminholz verbrennt. Enthält Holz zu viel Wasser, muss ein Teil der Verbrennungsenergie zuerst für die Verdampfung dieser Feuchtigkeit aufgewendet werden. Diese Energie steht dann nicht mehr als Raumwärme zur Verfügung. Feuchtes Holz brennt schlechter an, raucht stärker und verursacht mehr Ruß. Außerdem kann es die Bildung von Ablagerungen im Schornstein fördern.
Das Risiko für Versottung steigt, wenn über längere Zeit zu feuchtes Holz bei niedriger Abgastemperatur verbrannt wird. Für den Alltag gilt deshalb: Trockenes Fichtenholz ist besser als feuchtes Buchenholz. Kaminholz sollte vor dem Verbrennen eine Restfeuchte von unter 20 Prozent haben. Ideal sind Werte unter 18 Prozent. Wer regelmäßig Holz kauft, sollte ein Holzfeuchtemessgerät nutzen und die Feuchte im frisch gespaltenen Inneren des Scheits messen.
Hartholz vs. Weichholz: Der physikalische und praktische Unterschied
Hartholz ist nicht grundsätzlich „besser“, aber für viele Kaminöfen effizienter. Der Hauptgrund liegt in der höheren Dichte. Buche, Eiche und Esche enthalten pro Raummeter mehr Holzmasse und liefern deshalb mehr Energie pro Lagervolumen. Sie brennen ruhiger, länger und erzeugen ein stabileres Glutbett. Weichholz wie Fichte, Kiefer oder Lärche hat eine geringere Dichte. Es entzündet sich schneller, gibt seine Wärme rascher ab und eignet sich gut zum Anheizen.
Der Nachteil liegt in der kürzeren Brenndauer und teilweise stärkerem Funkenflug. Harzreiche Nadelhölzer können außerdem knacken und spritzen. In geschlossenen Kaminöfen ist das weniger problematisch als in offenen Kaminen. Praktisch ist oft eine Mischung sinnvoll: Weichholz zum Anfeuern, Hartholz für die lange Heizphase.
Die besten Harthölzer im Detail: Buche, Eiche und Esche
Buche ist das klassische Kaminholz für private Haushalte. Sie bietet einen sehr hohen Heizwert pro Raummeter, brennt gleichmäßig und erzeugt ein schönes Glutbett. Das macht sie besonders geeignet für Kaminöfen, Kachelöfen und Grundöfen. Auch das Flammenbild ist angenehm ruhig, ohne starken Funkenflug. Eiche erreicht ähnlich hohe Heizwerte, brennt aber langsamer und hält die Glut besonders lange. Sie eignet sich daher gut für längere Heizintervalle oder für Öfen, die auf Gluthalten ausgelegt sind.
Eichenholz enthält jedoch mehr Gerbsäuren und sollte sehr gut getrocknet sein. Bei zu niedriger Verbrennungstemperatur oder schlechter Luftzufuhr können Ablagerungen und Gerüche entstehen. Esche ist ebenfalls sehr hochwertig und brennt sauber, ruhig und heiß. Sie ist oft teurer oder weniger verfügbar, kann aber in der Praxis ähnlich gut wie Buche eingesetzt werden.
Die besten Weichhölzer im Detail: Fichte, Kiefer und Lärche
Fichte ist leicht, harzreich und schnell entzündlich. Dadurch eignet sie sich sehr gut zum Anfeuern, aber weniger für lange Brennphasen. Sie brennt rasch ab und muss häufiger nachgelegt werden. In offenen Kaminen ist Fichte wegen des möglichen Funkenflugs ungünstig. Kiefer liefert etwas mehr Energie als Fichte und brennt kräftig an. Auch sie enthält Harz und kann stärker knacken. In geschlossenen Kaminöfen lässt sich Kiefer gut nutzen, wenn sie trocken ist und mit ausreichender Luftzufuhr verbrannt wird.
Lärche liegt häufig zwischen Kiefer und anderen Nadelhölzern, ist dichter und brennt etwas länger. Trotzdem bleibt sie im Vergleich zu Buche oder Eiche ein Holz für schnelle Wärme. Weichholz ist nicht minderwertig, sondern erfüllt einen anderen Zweck. Wer es richtig einsetzt, kann beim Anheizen Geld sparen und den Ofen schneller auf Temperatur bringen.
Der wichtigste Faktor: Warum die Restfeuchte entscheidender ist als die Holzart
Die beste Holzart verliert ihren Vorteil, wenn sie zu feucht ist. Feuchtes Kaminholz hat mehrere Nachteile gleichzeitig. Es liefert weniger nutzbare Wärme, raucht stärker, verrußt den Ofen und belastet den Schornstein. Der Grund ist physikalisch einfach: Wasser im Holz muss beim Verbrennen erst verdampfen. Dafür wird Energie verbraucht, die sonst den Raum heizen würde.
Zusätzlich sinkt die Verbrennungstemperatur. Bei niedriger Temperatur verbrennen Holzgase schlechter, wodurch mehr Schadstoffe und Ablagerungen entstehen können. Deshalb sollte die Restfeuchte nie nur anhand der Oberfläche beurteilt werden. Außen kann ein Scheit trocken wirken, während der Kern noch deutlich feuchter ist. Aussagekräftig ist eine Messung an der frisch gespaltenen Innenseite. Wer Brennholz kauft, sollte sich nicht allein auf Begriffe wie „trocken“ oder „ofenfertig“ verlassen.
So messen Sie die Restfeuchte korrekt
Ein Holzfeuchtemessgerät ist günstig und verhindert teure Fehlkäufe. Für eine korrekte Messung sollte ein Scheit frisch gespalten werden. Gemessen wird nicht an der Rinde und nicht an der äußeren Stirnseite, sondern im Inneren des Holzes. Die Messspitzen werden quer zur Faser in das Holz gedrückt.
Mehrere Scheite aus verschiedenen Bereichen des Stapels liefern ein verlässlicheres Ergebnis. Besonders bei frisch geliefertem Holz sollte geprüft werden, ob die Angaben des Verkäufers stimmen. Werte unter 20 Prozent gelten als praxistauglich. Werte unter 18 Prozent sind für Kaminöfen meist ideal. Liegt die Feuchte über 25 Prozent, sollte das Holz nicht in üblichen Einzelraumfeuerstätten verbrannt werden. In diesem Fall muss es weiter gelagert und getrocknet werden.
Kammergetrocknet oder luftgetrocknet: Was ist besser?
Kammergetrocknetes Kaminholz ist technisch kontrolliert getrocknet und oft sofort einsatzbereit. Der Vorteil liegt in der planbaren Qualität. Käufer erhalten meist ein Holz mit niedriger Restfeuchte, gleichmäßiger Scheitlänge und sauberer Lagerfähigkeit. Der Nachteil ist der höhere Preis.
Luftgetrocknetes Holz ist günstiger, hängt aber stärker von Lagerdauer, Lagerort, Scheitgröße und Wetter ab. Harthölzer wie Buche und Eiche brauchen meist deutlich länger als Fichte oder Kiefer. Wer Platz hat, kann luftgetrocknetes Holz wirtschaftlich lagern. Wichtig ist ein luftiger, regengeschützter Standort. Das Holz sollte nicht direkt auf dem Boden liegen. Eine seitliche Belüftung ist wichtiger als eine komplett geschlossene Abdeckung. Folien, die den Stapel luftdicht einschließen, sind ungeeignet, weil Feuchtigkeit nicht entweichen kann.
Kostenanalyse: Welches Kaminholz bietet das beste Preis-Leistungs-Verhältnis?
Der Preis pro Raummeter sagt allein wenig aus. Ein günstiger Schüttraummeter Fichte kann am Ende teurer sein als ein teurerer Raummeter Buche, wenn die nutzbare Energiemenge deutlich niedriger ist. Entscheidend sind die Kosten pro Kilowattstunde. Dafür wird der Kaufpreis durch den nutzbaren Heizwert geteilt. Wer nur auf den Lieferpreis achtet, übersieht oft Feuchte, Holzart, Scheitlänge und Mengeneinheit.
Besonders kritisch sind Angebote, bei denen Raummeter und Schüttraummeter nicht sauber getrennt werden. Ein Schüttraummeter enthält durch die lose Schüttung mehr Luftanteil als ein gestapelter Raummeter. Deshalb wirken Schüttraummeter-Angebote oft günstiger, sind aber nicht automatisch wirtschaftlicher. Für eine faire Bewertung müssen alle Angebote auf dieselbe Einheit umgerechnet werden. Danach zeigt sich, welches Holz wirklich günstig heizt.
Formel für die Heizkosten pro kWh
Die einfache Formel lautet:
Kosten pro kWh = Preis pro Raummeter ÷ Heizwert pro Raummeter
Kostet ein Raummeter Buche beispielsweise 170 Euro und liefert etwa 2.100 kWh, ergeben sich rund 8,1 Cent pro kWh. Kostet ein Raummeter Fichte 120 Euro und liefert etwa 1.500 kWh, ergeben sich rund 8,0 Cent pro kWh. In diesem Beispiel wäre Fichte pro Energieeinheit ähnlich günstig. Trotzdem muss Fichte häufiger nachgelegt werden und benötigt mehr Lagervolumen für dieselbe Wärmemenge. Buche bleibt daher praktischer, wenn Komfort, Lagerplatz und Brenndauer wichtig sind.
Fichte kann wirtschaftlich interessant sein, wenn sie deutlich günstiger angeboten wird und in einem geschlossenen Ofen verbrannt wird. Die beste Wahl hängt also nicht nur vom Preis ab, sondern vom Verhältnis aus Kosten, Energieinhalt und Nutzung.
Beispielrechnung: Buche gegen Fichte
| Kennzahl | Buche | Fichte |
| Beispielpreis pro rm | 170 € | 120 € |
| Heizwert pro rm | ca. 2.100 kWh | ca. 1.500 kWh |
| Kosten pro kWh | ca. 8,1 ct | ca. 8,0 ct |
| Brenndauer | lang | kurz bis mittel |
| Nachlegeaufwand | gering | höher |
| Lagerplatzbedarf je Wärmemenge | geringer | höher |
Diese Rechnung zeigt, warum der günstigere Raummeterpreis nicht automatisch zur besten Wahl führt. Fichte kann rechnerisch attraktiv sein, wenn der Preisabstand groß genug ist. Buche bietet aber mehr Komfort und höhere Energiedichte pro Lagervolumen. Für regelmäßiges Heizen ist Buche deshalb meist die bessere Gesamtentscheidung. Für gelegentliches Anheizen, kurze Wärmephasen oder als Mischholz kann Fichte sinnvoll sein.
Raummeter, Schüttraummeter und Festmeter richtig vergleichen
Beim Kaminholzkauf entstehen viele Missverständnisse durch unterschiedliche Mengeneinheiten. Ein Festmeter beschreibt einen Kubikmeter reine Holzmasse ohne Zwischenräume. Ein Raummeter beschreibt einen Kubikmeter ordentlich gestapeltes Scheitholz inklusive Luftzwischenräumen. Ein Schüttraummeter beschreibt einen Kubikmeter lose geschüttetes Holz mit noch mehr Luftanteil. Deshalb enthält ein Schüttraummeter weniger Holzmasse als ein Raummeter. Als grobe Orientierung gilt: Ein Raummeter entspricht etwa 1,4 bis 1,6 Schüttraummetern. Ein Festmeter entspricht je nach Holzart und Scheitlänge etwa 1,4 Raummetern oder mehr. Exakte Werte schwanken durch Scheitlänge, Spaltform und Stapelqualität. Für den Preisvergleich sollte immer auf eine gemeinsame Einheit umgerechnet werden. Wer Angebote vergleicht, sollte außerdem prüfen, ob Lieferung, Trocknungsgrad und Scheitlänge enthalten sind.
Häufige Fehler beim Kaminholzkauf und wie Sie sie vermeiden
Der häufigste Fehler ist der Kauf von zu feuchtem Holz. Begriffe wie „trocken“, „ofenfertig“ oder „abgelagert“ sind ohne Messwert wenig aussagekräftig. Ein weiterer Fehler liegt im falschen Vergleich von Mengenangaben. Ein günstiger Schüttraummeter kann weniger Holz enthalten als erwartet. Auch die Holzart sollte klar angegeben sein. „Mischholz“ kann sehr gut sein, wenn es überwiegend aus trockenem Hartholz besteht. Es kann aber auch einen hohen Anteil schnell brennender Weichhölzer enthalten. Käufer sollten außerdem auf Schimmel, muffigen Geruch, Erde, starke Verschmutzung und sehr ungleichmäßige Scheitlängen achten. Frisches Holz ist nicht automatisch schlecht, muss aber als solches günstiger sein und noch gelagert werden. Wer sofort heizen will, braucht tatsächlich trockenes Brennholz. Eine schriftliche Angabe zu Holzart, Einheit, Liefermenge und Restfeuchte schafft mehr Sicherheit.
Kaufcheck für gutes Kaminholz
- Die Holzart ist klar angegeben und nicht nur allgemein als „Brennholz“ bezeichnet.
- Die Mengeneinheit ist eindeutig: Raummeter, Schüttraummeter oder Festmeter.
- Die Restfeuchte liegt unter 20 Prozent oder kann vor Ort gemessen werden.
- Das Holz ist frei von Lack, Farbe, Leim, Beschichtung und chemischer Behandlung.
- Die Scheitlänge passt zum eigenen Ofen.
- Das Holz riecht frisch-holzig und nicht muffig oder schimmelig.
- Die Lieferung ist sauber dokumentiert.
- Der Preis wird auf die nutzbare Energiemenge bezogen bewertet.
Mythos-Busting: Drei Kaminholz-Irrtümer, die Geld kosten
Der erste Mythos lautet: Hartholz ist immer besser. Das stimmt nur teilweise. Hartholz ist für lange Brenndauer und hohe Energiedichte sehr gut, aber Weichholz kann zum Anheizen oder für schnelle Wärme sinnvoller sein. Der zweite Mythos lautet: Schweres Holz ist automatisch gutes Holz. Auch das ist gefährlich, denn feuchtes Holz ist schwer, aber energetisch schlechter. Ein schwerer Scheit kann also ein Zeichen für hohe Dichte oder für zu viel Wasser sein. Der dritte Mythos lautet: Je weniger Luftzufuhr, desto länger und besser brennt der Ofen. Wird die Luft zu früh gedrosselt, sinkt die Verbrennungstemperatur. Dadurch entstehen mehr Rauch, Ruß und unverbrannte Bestandteile. Effizientes Heizen bedeutet nicht, das Feuer zu ersticken, sondern es sauber und kontrolliert brennen zu lassen.
Fazit: Welches Kaminholz ist wirklich das beste?
Buche ist das beste Kaminholz für die meisten Haushalte, weil sie hohen Heizwert, lange Brenndauer, gute Glut und saubere Bedienbarkeit verbindet. Eiche ist ideal für lange Brennphasen, Birke für offene Kamine und Fichte für schnelles Anheizen. Entscheidend bleibt jedoch die Restfeuchte. Trockenes Holz schlägt jede theoretisch bessere Holzart, wenn diese zu feucht ist.
FAQ: Häufige Fragen zu Kaminholz
Buche oder Eiche – welches Holz ist besser?
Buche ist für die meisten Kaminöfen die bessere Allround-Wahl. Sie brennt gleichmäßig, hat ein schönes Flammenbild und bildet ein stabiles Glutbett. Eiche brennt etwas langsamer und hält die Glut lange, braucht aber sehr gute Trocknung und ausreichend Luftzufuhr.
Wie lange muss Kaminholz trocknen?
Weichholz wie Fichte oder Kiefer trocknet oft innerhalb von etwa einem Jahr, wenn es gut gespalten und luftig gelagert wird. Hartholz wie Buche oder Eiche benötigt häufig zwei Jahre oder länger. Entscheidend ist nicht die Lagerzeit allein, sondern eine gemessene Restfeuchte von unter 20 Prozent.
Kann ich lackiertes oder behandeltes Holz verbrennen?
Nein, behandeltes Holz darf nicht im Kaminofen verbrannt werden. Lacke, Farben, Leime, Beschichtungen oder Holzschutzmittel können giftige Schadstoffe freisetzen. Außerdem können Ofen, Schornstein und Umwelt stark belastet werden.
Was ist der Unterschied zwischen Raummeter und Schüttraummeter?
Ein Raummeter ist ein Kubikmeter ordentlich gestapeltes Scheitholz inklusive Luftzwischenräumen. Ein Schüttraummeter ist ein Kubikmeter lose geschüttetes Holz. Da lose geschüttetes Holz mehr Luft enthält, ist ein Schüttraummeter nicht mit einem Raummeter gleichzusetzen.
Welches Holz ist am besten für einen offenen Kamin geeignet?
Für offene Kamine eignen sich Harthölzer mit geringem Funkenflug. Birke ist besonders beliebt, weil sie ruhig brennt, wenig Funken verursacht und ein schönes Flammenbild erzeugt. Auch Buche und Esche sind geeignet, während harzreiche Nadelhölzer wie Fichte eher vermieden werden sollten.