Heizwert berechnen
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Heizwert Rechner: Heizwert berechnen und Brennstoffe vergleichen

Der Heizwert zeigt, wie viel nutzbare Wärme in Holz, Heizöl, Erdgas, Flüssiggas oder Pellets steckt. Für den Alltag heißt das: Erst wenn alle Brennstoffe in Kilowattstunden umgerechnet sind, lassen sich Brennstoffmengen, Lagerbedarf und Heizkosten fair vergleichen. Genau dabei hilft ein Heizwert-Rechner. Er macht aus Kilogramm, Litern, Kubikmetern, Raummetern oder Schüttraummetern eine gemeinsame Vergleichsbasis.

Besonders bei Brennholz entscheidet nicht nur die Holzart. Feuchtigkeit, Dichte, Scheitlänge, Verkaufsmaß und Ofenwirkungsgrad verändern das Ergebnis deutlich. Ein Raummeter trockenes Buchenholz kann energetisch in einer ganz anderen Liga spielen als ein Schüttraummeter Fichte mit zu hoher Restfeuchte. Wer nur auf den Preis pro Raummeter schaut, rechnet sich deshalb schnell arm.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Heizwert beschreibt die nutzbare Energiemenge eines Brennstoffs ohne die Kondensationswärme des Wasserdampfs.
  • Die Grundformel lautet: Energiemenge in kWh = Brennstoffmenge × Heizwert je Einheit.
  • Trockenes Scheitholz mit rund 20 Prozent Wassergehalt liefert meist etwa 4,0 bis 4,2 kWh je Kilogramm.
  • Heizöl EL enthält grob 9,8 bis 10,0 kWh je Liter, Holzpellets liegen typischerweise bei etwa 4,8 bis 5,0 kWh je Kilogramm.
  • Für einen ehrlichen Kostenvergleich zählt nicht der Einkaufspreis pro Einheit, sondern der Preis je nutzbarer Kilowattstunde.
  • Bei Erdgas ist die Gasrechnung genauer als ein Pauschalwert, weil Brennwert und Zustandszahl regional und zeitlich schwanken.
  • Ofenfertiges Holz sollte laut gängiger Praxis höchstens etwa 20 Prozent Wassergehalt haben; feuchtes Holz senkt die Wärmeausbeute und erhöht Emissionen.

Definition Heizwert berechnen

Der Heizwert wird berechnet, indem die vorhandene Brennstoffmenge mit dem spezifischen Heizwert der passenden Einheit multipliziert wird. Für die tatsächlich nutzbare Wärme wird das Ergebnis zusätzlich mit dem Wirkungsgrad der Heizanlage verrechnet.

Die wichtigste Formel lautet:

Nutzwärme in kWh = Menge × Heizwert × Wirkungsgrad

Beispiel: 500 kg ofenfertiges Holz mit 4,1 kWh/kg enthalten rechnerisch 2.050 kWh Energie. Arbeitet der Kaminofen im realen Betrieb mit 75 Prozent Wirkungsgrad, kommen davon etwa 1.538 kWh als nutzbare Wärme an.

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Berechnen Sie den Energiegehalt Ihres Brennstoffs und vergleichen Sie die Kosten mit fossilen Brennstoffen.

1. Ihre Angaben

2. Ihr Ergebnis

Gesamt-Energiegehalt: 10.500 kWh
Preis pro kWh 4,28 Ct/kWh
Heizwert pro rm 2.100 kWh

Vergleich mit fossilen Brennstoffen

Ihre Menge ersetzt ca.:

🛢️
1.050 Liter Heizöl
💨
1.050 m³ Erdgas

Was bedeutet der Heizwert eines Brennstoffs?

Der Heizwert beschreibt die Wärmemenge, die bei vollständiger Verbrennung eines Brennstoffs nutzbar wird, ohne die im Abgas enthaltene Kondensationswärme mitzuzählen. In technischen Unterlagen stehen dafür häufig die Kurzzeichen Hi oder Hu. Angegeben wird der Heizwert je nach Brennstoff in kWh/kg, kWh/l, kWh/m³, kWh/Raummeter oder kWh/Schüttraummeter.

Ein Heizwert von 4,2 kWh/kg bedeutet: Ein Kilogramm dieses Brennstoffs setzt theoretisch 4,2 Kilowattstunden Wärme frei. Theoretisch ist hier das Schlüsselwort. Nicht alles landet im Wohnraum. Ein Teil verschwindet über Abgase, Kesseloberflächen, Leitungen, Stillstandsverluste oder eine unsaubere Verbrennung.

Darum ist der Heizwert kein Komfortversprechen, sondern zuerst ein Energieinhalt. Ein moderner Pelletkessel, ein sauber eingestellter Holzvergaser oder ein gepflegter Kaminofen kann aus derselben Brennstoffmenge mehr nutzbare Wärme holen als eine alte oder schlecht betriebene Anlage. Bedienung, Wartung und Luftzufuhr sind beim Heizen mit Holz keine Nebensache.

Kennzahl Bedeutung Typische Einheit
Heizwert Energie ohne Kondensationswärme des Wasserdampfs kWh/kg, kWh/l, kWh/m³
Brennwert Energie einschließlich nutzbarer Kondensationswärme kWh/kg, kWh/l, kWh/m³
Wirkungsgrad Anteil der Brennstoffenergie, der im Heizsystem nutzbar wird Prozent
Nutzwärme Tatsächlich bereitgestellte Wärme nach Anlagenverlusten kWh
Energiepreis Kosten je eingekaufter oder nutzbarer Kilowattstunde Cent/kWh

Wie kann man den Heizwert richtig berechnen?

Für die Heizwertberechnung brauchen Sie zwei Angaben: die Brennstoffmenge und den Heizwert in derselben Bezugsgröße. Kilogramm dürfen nicht mit einem Wert pro Liter multipliziert werden. Ein Raummeter ist kein Festmeter. Und ein Kubikmeter Erdgas ist auf der Rechnung nicht dasselbe wie eine Kilowattstunde.

Bei Heizöl ist die Überschlagsrechnung einfach. Enthält ein Liter Heizöl rund 10 kWh, liefern 2.000 Liter theoretisch etwa 20.000 kWh:

2.000 l × 10 kWh/l = 20.000 kWh

Bei Pellets wird meist in Kilogramm oder Tonnen gerechnet. Eine Tonne Pellets mit 4,9 kWh/kg enthält ungefähr 4.900 kWh:

1.000 kg × 4,9 kWh/kg = 4.900 kWh

Bei Holz ist die Rechnung etwas rauer. Nicht, weil die Formel schwierig wäre, sondern weil die Eingangsgrößen stärker schwanken. Ein Kilogramm trockenes Buchenholz und ein Kilogramm trockenes Fichtenholz liegen energetisch nah beieinander. Pro Raummeter sieht die Sache anders aus, weil Buche deutlich dichter ist und deshalb mehr Holzmasse in denselben Lagerraum bringt.

Für Erdgas ist der sauberste Wert meist die Gasrechnung. Der Zähler misst zwar Kubikmeter, abgerechnet wird aber in Kilowattstunden. Der Versorger rechnet das gemessene Volumen mithilfe von Brennwert und Zustandszahl um. Der BDEW-Leitfaden zur Kundenrechnung Gas beschreibt diese thermische Umrechnung mit Brennwert und Zustandszahl. Ein Tabellenwert für Erdgas taugt deshalb nur für schnelle Überschläge.

Gesuchte Größe Berechnungsformel Praxisnutzen
Theoretische Energie Menge × Heizwert Vergleicht Brennstoffe auf kWh-Basis
Nutzbare Wärme Menge × Heizwert × Wirkungsgrad Zeigt die im Haus verfügbare Wärmemenge
Benötigte Brennstoffmenge Wärmebedarf ÷ Heizwert ÷ Wirkungsgrad Hilft bei Einkauf, Tank- oder Lagerplanung
Preis je eingekaufter kWh Brennstoffpreis ÷ theoretische Energiemenge Macht Angebote vergleichbar
Preis je nutzbarer kWh Brennstoffpreis ÷ nutzbare Wärmemenge Entscheidend für echte Heizkosten

Beispiel: Brennstoffmenge für 15.000 kWh Wärmebedarf

Soll eine Pelletheizung 15.000 kWh Nutzwärme liefern, ergibt sich bei 4,9 kWh/kg und 90 Prozent Wirkungsgrad folgender Bedarf:

15.000 kWh ÷ (4,9 kWh/kg × 0,90) = rund 3.401 kg Pellets

Bei einem Kaminofen mit Scheitholz und 75 Prozent Wirkungsgrad wäre der Brennstoffbedarf höher. Bei 4,1 kWh/kg Holzheizwert gilt:

15.000 kWh ÷ (4,1 kWh/kg × 0,75) = rund 4.878 kg Holz

Das ist kein Urteil gegen Holz. Es zeigt nur, wie stark der Anlagenwirkungsgrad die reale Rechnung verschiebt. Wer mehrere Systeme vergleicht, sollte daher immer mit Nutzwärme rechnen.

Wie beeinflussen Feuchtigkeit und Dichte den Holzheizwert?

Der Wassergehalt ist der große Spielverderber beim Brennholz. Feuchtes Holz muss im Feuer erst erwärmt und getrocknet werden. Danach verdampft das enthaltene Wasser. Genau dafür wird Energie verbraucht, die dann nicht als Raumwärme zur Verfügung steht. Die Flamme wird kühler, der Abbrand träger, die Scheibe schneller schwarz.

Das Umweltbundesamt weist im Ratgeber „Heizen mit Holz“ auf die Bedeutung trockenen Holzes und den Unterschied zwischen Wassergehalt und Holzfeuchte hin. Ein Wassergehalt von 20 Prozent entspricht einem Feuchtegehalt von 25 Prozent. Diese Begriffe werden im Alltag oft durcheinandergeworfen.

Das Technologie- und Förderzentrum Bayern zeigt in Heizwerttabellen, wie stark der Heizwert mit steigendem Wassergehalt sinkt. Absolut trockenes Holz liegt ungefähr bei 5,0 bis 5,2 kWh/kg. Lufttrockenes Brennholz mit 12 bis 20 Prozent Wassergehalt bewegt sich deutlich darunter, ist aber für den Ofenbetrieb die realistische Größe.

Ofenfertiges Scheitholz sollte deshalb gut gespalten, luftig gestapelt und vor Regen geschützt gelagert werden. Ein Holzfeuchtemessgerät ist keine Spielerei. Es schützt vor schlechter Wärmeausbeute, Ärger mit Rauch und unnötigen Ablagerungen im Ofenrohr. Mehr praktische Hinweise finden Sie im Ratgeber zum richtigen Stapeln von Brennholz.

Zustand des Holzes Ungefährer Heizwert je kg Bewertung
Absolut trocken etwa 5,0 bis 5,2 kWh theoretischer Vergleichswert
Rund 10 % Wassergehalt etwa 4,5 bis 4,7 kWh sehr trocken
Rund 15 % Wassergehalt etwa 4,2 bis 4,4 kWh gut getrocknet
Rund 20 % Wassergehalt etwa 4,0 bis 4,2 kWh üblicher ofenfertiger Zustand
Mehr als 25 % Wassergehalt deutlich unter 4,0 kWh für saubere Verbrennung ungünstig
Frisch geschlagen stark schwankend nicht ofenfertig

Warum Hartholz pro Raummeter mehr bringt

Bei den Holzarten wird oft zu pauschal gesprochen. Pro Kilogramm unterscheiden sich viele Hölzer weniger stark, als viele Ofenbesitzer glauben. Nadelholz kann wegen Harzanteilen je Kilogramm sogar etwas höhere Werte erreichen. Pro Raummeter zählt aber die Dichte. Buche, Eiche oder Esche bringen mehr Holzmasse in den Stapel als Fichte oder Kiefer. Deshalb steckt in einem Raummeter Hartholz meist mehr Energie.

Beim Holzkauf sollten Sie drei Maße auseinanderhalten: Festmeter, Raummeter und Schüttraummeter. Ein Festmeter ist reine Holzmasse ohne Luftzwischenräume. Ein Raummeter enthält sauber gestapeltes Holz samt Zwischenräumen. Ein Schüttraummeter besteht aus lose gekippten Scheiten und enthält besonders viel Luft. Gleiche Zahl, andere Menge. Genau hier passieren teure Missverständnisse.

Wie unterscheiden sich Heizwert und Brennwert?

Der Heizwert zählt die Wärme ohne Kondensation des Wasserdampfs. Der Brennwert zählt diese Kondensationswärme mit. Bei der Verbrennung entsteht Wasserdampf. Wird er in einem passenden Wärmetauscher abgekühlt, kondensiert er und gibt zusätzliche Wärme frei. Deshalb liegt der Brennwert immer über dem Heizwert.

Für den Brennwert stehen häufig die Kurzzeichen Hs, Ho oder Hs,n. Beim Heizwert finden sich Hi und Hu. Diese Kürzel sind mehr als Techniklatein. Sie entscheiden darüber, ob Wirkungsgrade, Brennstoffpreise und Tabellenwerte wirklich zusammenpassen.

Bei Brennwertgeräten können Nutzungsgrade auf Heizwertbasis rechnerisch über 100 Prozent liegen. Das klingt erst einmal absurd, ist aber nur eine Frage der Bezugsgröße. Die zusätzliche Kondensationswärme wurde im Heizwert nicht eingerechnet, im realen Gerät aber teilweise genutzt. Energie wird dabei natürlich nicht erzeugt.

Merkmal Heizwert Brennwert
Kurzzeichen Hi oder Hu Hs oder Ho
Wasserdampf im Abgas bleibt rechnerisch gasförmig wird teilweise kondensiert
Kondensationswärme nicht enthalten enthalten
Zahlenwert niedriger höher
Typische Nutzung klassischer Brennstoffvergleich, ältere Technik moderne Brennwerttechnik
Bedeutung für Wirkungsgrade kann Werte über 100 % erklären physikalisch vollständigere Bezugsgröße

Bei Holz kann die Differenz zwischen Heizwert und Brennwert je nach Wassergehalt und Zusammensetzung ungefähr 6 bis 10 Prozent betragen. Bei Erdgas ist sie wegen des hohen Wasserstoffanteils größer und im Alltag besonders relevant. Für Verbraucher zählt deshalb: Nicht Heizwertwerte mit Brennwertpreisen vermischen. Sonst wirkt ein Brennstoff günstiger oder teurer, als er tatsächlich ist.

Welche Heizwerte haben Holz, Pellets, Heizöl und Erdgas?

Die Heizwerte verschiedener Brennstoffe lassen sich nur sinnvoll vergleichen, wenn die Bezugsmenge genannt wird. Heizöl wird pro Liter gekauft, Pellets nach Kilogramm oder Tonne, Erdgas über Kubikmeter gemessen und in kWh abgerechnet. Scheitholz landet im Handel oft als Raummeter oder Schüttraummeter auf der Rechnung. Ein guter Heizwert-Rechner übersetzt diese Größen in Kilowattstunden.

Die folgenden Werte sind praxisnahe Orientierungswerte. Herstellerangaben, Normen, Feuchtigkeit, Dichte und regionale Gasqualität können abweichen. Für Pellets nennt die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe in ihrer Pellet-Broschüre unter anderem einen Heizwert von mindestens 4,6 kWh/kg für Qualitätsklassen nach Norm. Handelsübliche Pellets liegen in der Praxis häufig etwas darüber.

Brennstoff Typische Bezugsgröße Ungefährer Heizwert Einordnung
Buchenholz, ofenfertig kg etwa 4,0 bis 4,2 kWh guter Praxiswert bei rund 20 % Wassergehalt
Buchenholz, ofenfertig Raummeter etwa 2.000 bis 2.100 kWh hohe Energiedichte durch hohes Raumgewicht
Fichtenholz, ofenfertig kg etwa 4,1 bis 4,4 kWh schneller Abbrand, gut zum Anheizen
Fichtenholz, ofenfertig Raummeter etwa 1.300 bis 1.600 kWh geringere Dichte, mehr Lagervolumen je kWh
Holzpellets kg etwa 4,8 bis 5,0 kWh standardisierte Qualität, kompakte Lagerung
Holzpellets Tonne etwa 4.800 bis 5.000 kWh zwei Tonnen ersetzen überschlägig rund 1.000 Liter Heizöl
Heizöl EL Liter etwa 9,8 bis 10,0 kWh hohe Energiedichte, Tanklager erforderlich
Erdgas etwa 8,5 bis 11,5 kWh exakter Wert steht auf der Gasrechnung
Flüssiggas kg etwa 12,8 kWh hoher Heizwert pro kg, eigener Tank nötig

Eine Tonne Pellets enthält ungefähr 5.000 kWh. Dafür wären überschlägig etwa 500 Liter Heizöl erforderlich. Ein Raummeter trockenes Buchenholz mit rund 2.100 kWh entspricht energetisch etwa 210 Litern Heizöl. Diese Vergleiche zeigen Größenordnungen, ersetzen aber keine Anlagenrechnung. Ein alter Ofen und ein moderner Pelletkessel machen aus derselben Kilowattstunde im Brennstoff nicht dieselbe Wärmemenge im Haus.

Wie lassen sich Brennstoffe wirtschaftlich und fair vergleichen?

Ein fairer Brennstoffvergleich beginnt nicht beim Preis pro Liter, Sack, Tonne oder Raummeter. Er beginnt bei der Frage: Was kostet eine nutzbare Kilowattstunde Wärme? Erst diese Zahl verbindet Einkaufspreis, Heizwert und Wirkungsgrad.

Die Rechnung für den Energiepreis lautet:

Preis je eingekaufter kWh = Brennstoffpreis ÷ enthaltene Energiemenge

Kostet ein Raummeter Buchenholz mit 2.100 kWh Heizwert 150 Euro, ergibt sich:

150 € ÷ 2.100 kWh = 0,0714 €/kWh

Die enthaltene Energie kostet damit rund 7,1 Cent je Kilowattstunde. Bei einem Ofenwirkungsgrad von 75 Prozent stehen aber nur etwa 1.575 kWh als Nutzwärme zur Verfügung. Der Preis je nutzbarer Kilowattstunde steigt auf rund 9,5 Cent:

150 € ÷ 1.575 kWh = 0,0952 €/kWh

Vergleichsfaktor Warum er wichtig ist Typischer Fehler
Brennstoffpreis Zeigt die direkten Einkaufskosten Einheiten werden verwechselt
Heizwert Macht unterschiedliche Mengen vergleichbar Werte pro kg und pro Raummeter werden vermischt
Anlagenwirkungsgrad Bestimmt die tatsächlich nutzbare Wärme Nur der Tabellenwert des Brennstoffs wird betrachtet
Lagerverluste Verringern die verfügbare Brennstoffqualität Holz wird zu feucht gelagert
Hilfsenergie Umfasst Strom für Pumpen, Gebläse und Fördertechnik Nebenstrom wird vergessen
Wartung Verändert die jährlichen Gesamtkosten Schornsteinfeger, Reinigung und Service fehlen
Lagerraum Kann bei Holz und Pellets entscheidend sein Nur der Brennstoffpreis wird verglichen
Emissionen Hängen von Brennstoff, Anlage und Betrieb ab Feuchtes Holz wird als „billig“ bewertet

Platzbedarf: Energie im Lager zählt

Ein oft unterschätzter Punkt ist die Energiedichte des gesamten Lagersystems. Bei Scheitholz bleiben Luftzwischenräume. Pellets lagern kompakter, müssen aber trocken und technisch passend bevorratet werden. Heizöl speichert viel Energie auf kleiner Fläche. Erdgas braucht im Gebäude meist kein Brennstofflager. Für kleine Grundstücke oder enge Kellerräume kann dieser Punkt schwerer wiegen als ein Cent Unterschied pro Kilowattstunde.

Wer Holz nachkauft, sollte daher nicht nur den Preis prüfen, sondern Holzart, Feuchte, Scheitlänge und Maß. In der Kategorie Brennholz finden Sie weitere Ratgeber rund um Einkauf, Lagerung und Nutzung. Für weitere Umrechnungen lohnt sich auch die Rubrik Rechner.

Emissionen und rechtlicher Rahmen

Saubere Verbrennung ist kein Luxus. Sie entscheidet über Wärmeausbeute, Luftqualität und Lebensdauer der Anlage. In Deutschland regelt die 1. Bundes-Immissionsschutzverordnung unter anderem Anforderungen an kleine und mittlere Feuerungsanlagen. Für den Alltag heißt das: trockenes, naturbelassenes Holz verwenden, Ofen nicht drosseln, Luftzufuhr passend einstellen und die Anlage regelmäßig warten lassen.

Der Heizwert-Rechner beantwortet also die Energiefrage. Die Betriebsfrage bleibt beim Menschen. Wer feuchte Scheite in einen kalten Ofen legt und die Luft zu früh schließt, verschenkt Wärme und produziert unnötig Rauch. Wer trockenes Holz nutzt, richtig anzündet und die Glut sauber führt, bekommt aus derselben Brennstoffmenge mehr heraus.

Heizwert-Rechner: typische Eingaben und sinnvolle Annahmen

Ein guter Heizwert-Rechner sollte mehr können als eine einfache Multiplikation. Gerade bei Holz braucht er Eingaben, die zur Praxis passen:

  • Brennstoffart: Scheitholz, Holzpellets, Heizöl, Erdgas, Flüssiggas oder andere Brennstoffe.
  • Menge: Kilogramm, Tonne, Liter, Kubikmeter, Raummeter oder Schüttraummeter.
  • Holzfeuchte oder Wassergehalt: wichtig für Scheitholz und Hackschnitzel.
  • Holzart: vor allem bei Volumenmaßen relevant.
  • Wirkungsgrad: nötig für den Vergleich der nutzbaren Wärme.
  • Brennstoffpreis: Grundlage für Cent/kWh und echte Kostenvergleiche.

Für schnelle Überschläge reichen Standardwerte. Für Kaufentscheidungen sollten die eigenen Daten hinein: der konkrete Holzpreis, die gemessene Restfeuchte, der Wirkungsgrad der Anlage und der tatsächliche Wärmebedarf des Hauses. Gerade beim Jahresbedarf lohnt sich eine zweite Rechnung mit konservativen Werten. Lieber mit etwas Puffer planen als im Februar nachkaufen müssen.

Quellen und fachliche Einordnung

Die im Artikel genannten Orientierungswerte beruhen auf öffentlich zugänglichen Fachquellen, technischen Richtwerten und praxisnahen Umrechnungen. Besonders relevant sind der UBA-Ratgeber zum Heizen mit Holz, die TFZ-Heizwerttabellen für Holzarten, die FNR-Broschüre zu Holzpellets, der BDEW-Leitfaden zur Gasrechnung und die 1. BImSchV. Tabellenwerte sind dennoch keine Laboranalyse des eigenen Brennstoffs. Feuchtigkeit, Lagerung, Lieferqualität und Anlagentechnik bleiben entscheidend.

Fazit: Heizwert berechnen und richtig vergleichen

Wer den Heizwert berechnet, bringt Holz, Pellets, Heizöl, Erdgas und Flüssiggas auf eine gemeinsame Grundlage. Entscheidend sind die passende Einheit, realistische Brennstoffwerte und der Wirkungsgrad der Heizanlage. Bei Holz schlagen Feuchtigkeit, Dichte und Verkaufsmaß besonders stark durch. Ein billiger Schüttraummeter kann am Ende teurer sein als ein sauber getrockneter Raummeter mit klarer Herkunft.

Rechnen Sie deshalb nicht nur mit Preisen pro Liter, Kilogramm oder Raummeter. Rechnen Sie die Kosten je nutzbarer Kilowattstunde aus. Dann erkennen Sie deutlich schneller, welcher Brennstoff zu Wärmebedarf, Lagerraum, Komfort und Budget Ihres Hauses passt. Für die Preisentwicklung im Holzmarkt ist zusätzlich der Beitrag zur Holzpreise-Prognose 2026 hilfreich.

FAQ zum Heizwert-Rechner

Wie berechnet man den Heizwert?

Der Heizwert wird berechnet, indem die Brennstoffmenge mit dem Heizwert je passender Einheit multipliziert wird. Für die nutzbare Wärme wird das Ergebnis zusätzlich mit dem Wirkungsgrad der Heizanlage multipliziert.

Was ist der Unterschied zwischen Heizwert und Brennwert?

Der Heizwert berücksichtigt die Wärme ohne Kondensationswärme des Wasserdampfs. Der Brennwert enthält diese zusätzliche Kondensationswärme und liegt deshalb immer über dem Heizwert.

Wie viel Heizwert hat trockenes Brennholz?

Ofenfertiges Scheitholz mit etwa 20 Prozent Wassergehalt liegt meist bei rund 4,0 bis 4,2 kWh je Kilogramm. Absolut trockenes Holz erreicht ungefähr 5,0 bis 5,2 kWh je Kilogramm.

Warum hat Buche pro Raummeter mehr Energie als Fichte?

Buche ist dichter als Fichte. Pro Kilogramm unterscheiden sich die Heizwerte vieler Holzarten nur wenig, pro Raummeter enthält Buche aber mehr Holzmasse und damit mehr Energie.

Wie vergleicht man Brennstoffe fair?

Ein fairer Vergleich rechnet alle Brennstoffe in Kilowattstunden um und berücksichtigt anschließend den Wirkungsgrad der Heizanlage. Entscheidend ist der Preis je nutzbarer Kilowattstunde, nicht der Preis pro Liter, Tonne oder Raummeter.

 
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